Gott hat vom Menschen schon immer Gehorsam gefordert. Unter dem alten Bund erhielten die Israeliten Gebote, denen sie gehorchen sollten. Doch sie mussten feststellen, dass sie Gottes Gesetze nicht vollkommen einhalten konnten.

Unter dem neuen Bund verspricht Gott, Seine Gesetze in unsere Herzen und Gedanken zu schreiben, damit wir Ihm nicht nur gehorchen, sondern es auch lieben, Ihm zu gehorchen. Gottes Verheißung lautet: „Ich werde meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“ (Hesekiel 36,27)

Nur durch das Befolgen Seiner Gebote können wir Gemeinschaft mit Gott haben.

Gehorsam ist jedoch etwas, das viele Gläubige nicht verstanden haben. Die meisten Gläubigen haben den Begriff „Gnade“ so falsch verstanden, dass sie Gehorsam als eine Forderung des alten Bundes betrachten. Gottes Gebote werden daher als schwere Last angesehen. Das ist eine satanische Täuschung. Es ist das Ergebnis der Unkenntnis von Gottes Liebe. Alle Gebote Gottes sind zu unserem Besten und sollen uns befreien. Sie entspringen alle dem Herzen eines Gottes, der uns vollkommen liebt.

Mose sagt (bezüglich der Tatsache, dass Gott Israel am Sinai Seine Gesetze gab): „Zur Rechten Gottes stand ein feuriges Gesetz für Sein Volk – ja (das beweist), dass Er Sein Volk liebt“ (5. Mose 33,2.3). Die Tatsache, dass Gott uns Seine Gesetze gibt, ist ein Beweis für Seine tiefe Liebe zu uns.

Manche von Gottes Geboten erfordern vielleicht Selbstverleugnung unsererseits. Aber auf lange Sicht werden wir feststellen, dass sie zu unserem allerbesten Wohl sind. Ein Vater erteilt Seinen Kindern keine Gebote, um sie zu belasten oder ihnen zu schaden – sondern nur, um ihnen zu helfen. So müssen wir auch die Gebote sehen, die Gott uns gibt. Glauben zu haben bedeutet, an einen Gott zu glauben, der vollkommen in der Liebe ist. Wenn wir diesen Glauben haben, werden wir Freude daran haben, Gottes Gebote zu befolgen, koste es, was es wolle.

Hier liegt der Grund für so viele unserer Niederlagen. Der Teufel hat die Menschen davon überzeugt, dass Gottes Gebote entweder unnötig oder eine Last sind. Wenn wir nicht verstehen, warum Gott uns zu etwas aufruft, beweist das nur unsere eigene Unreife. Eines Tages, wenn wir ein bisschen reifer sind, werden wir es verstehen.

Wenn Kinder gezwungen werden, zur Schule zu gehen, verstehen sie vielleicht nicht, warum ihre Eltern ihnen nicht erlauben, zu Hause zu bleiben und zu spielen. Sie denken vielleicht, ihre Eltern seien sehr streng zu ihnen. Aber es ist Liebe, die diese Eltern dazu bewegt, ihre Kinder zu einer Ausbildung zu drängen.

Genau wie diese kleinen Kinder verstehen auch wir Gottes Wege oft nicht. Aber wenn wir an Seine Liebe glauben würden, würden wir Seinem ganzen Wort gehorchen und uns all Seinem Handeln ohne jede Frage unterordnen.

Denk mal über das Thema Leiden nach. Warum lässt ein Gott der Liebe zu, dass wir Leiden durchmachen? Weil Leiden Teil des Lehrplans unserer geistlichen Erziehung ist. Durch das Leiden führt Gott uns zur Reife. Wenn du noch nicht viel Gelegenheit hattest zu leiden, hast du im Leben sicherlich nicht viel gelernt, was geistlichen Wert hat.

Vielleicht hast du das letzte Mal, als du ein wenig Leid erfahren hast, so sehr gemurrt und dich beschwert, dass Gott dir nun erlaubt, deinen eigenen Weg zu gehen. Das ist traurig, wenn Gott dich so auf die Seite stellt. Ich würde lieber jeden Tag meines Lebens Leid durchstehen, als von Gott beiseite gestellt zu werden.

Es ist töricht, uns mit anderen zu vergleichen, wenn Gott uns durch Leiden führt. Das wäre so, als würden sich deine Kinder fragen, warum sie zur Schule gehen müssen, während die armen Kinder in den Slums den ganzen Tag im Schlamm spielen können. Alles, was Gott mit uns tut, geschieht in vollkommener Liebe. Er möchte, dass wir glücklich sind – nicht mit dem oberflächlichen, seichten Glück der Welt, sondern mit jenem tiefen, ewigen Glück, das durch ein heiliges Leben entsteht. Und es gibt einfach keinen anderen Weg, heilig zu sein, als durch Leiden.

„Er züchtigt uns zu unserem Besten, damit wir an Seiner Heiligkeit teilhaben.“ (Hebräer 12,10).

Jesus war der glücklichste Mensch, der je auf dieser Erde gewandelt ist. Und doch war Er derjenige, der am meisten gelitten hat. Sein Glück entsprang daraus, den Willen Seines Vaters zu tun – nicht daraus, einen leichten Lebensweg zu haben. Er kannte Seinen Vater als vollkommene Liebe und so unterwarf Er sich freudig allem, was der Vater Ihm auf den Weg schickte. Das war das Geheimnis Seines Lebens.

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„Manche von Gottes Geboten erfordern vielleicht Selbstverleugnung unsererseits. Aber auf lange Sicht werden wir feststellen, dass sie zu unserem allerbesten Wohl sind.“

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