Wenn man zulässt, dass der Teufel sich zwischen Mann und Frau drängt, wird ihre Ehe langsam wie eine Wüste. In Sprüche 24,30-32 heißt es: „Ich kam am Feld eines Faulen und am Weinberg eines Unvernünftigen vorbei, und siehe, es war völlig mit Dornen überwuchert, seine Oberfläche war mit Brennnesseln bedeckt, und seine Steinmauer war eingerissen. Als ich das sah, dachte ich darüber nach; ich schaute und erhielt Unterweisung.“ Wenn ein Garten vernachlässigt wird, beginnt er schnell zu verwildern. Man muss kein Unkraut, Dornen und Disteln in einen Garten säen, denn sie wachsen von selbst. Wenn man an zwei Häusern vorbeigeht und sieht, dass eines davon einen schönen Garten hat und das andere einen Garten, der zugewachsen ist und eher wie eine Wildnis aussieht, würde man nicht annehmen, dass der schöne Garten von selbst entstanden ist. Der Mann mit dem schönen Garten muss hart gearbeitet und sich Mühe gegeben haben, um ihn schön zu machen. Im Gegensatz dazu würdest du nicht denken, dass der Mann mit dem überwucherten Garten sich viel Mühe gegeben hat, um ihn so zu gestalten – sein Garten ist durch Vernachlässigung zu einer Wildnis geworden.

Das gleiche Prinzip gilt auch für die Ehe. Wenn du eine schöne Ehe siehst, kannst du sicher sein, dass sie nicht von selbst schön geworden ist. Sowohl der Mann als auch die Frau haben daran gearbeitet, sie schön zu machen. Es ist unmöglich, dass eine Ehe wie ein schöner Garten wird, ohne dass sowohl der Mann als auch die Frau regelmäßig Unkraut jäten und giessen. Wenn du dagegen deine Ehe vernachlässigst, wird sie automatisch zu einer Wildnis.

Wenn du nicht aufpasst, wird der Teufel wie ein Räuber in dein Haus kommen – langsam, aber sicher –, um deine Ehe zu zerstören. Das passiert nicht über Nacht. Eine Wildnis entsteht nicht in nur zwei oder drei Tagen. Du denkst vielleicht, dass alles in Ordnung ist, aber wenn du es versäumst, deine Ehe zu pflegen, wird sie mit der Zeit definitiv zu einer Wildnis werden.

Was ist, wenn dein Garten schon zur Wildnis geworden ist? Lass uns überlegen, wie eine Wildnis wieder in einen Garten verwandelt werden kann.

Gott gibt uns zwei großartige Verheißungen. Die erste steht in Jesaja 51,3: „Der Herr wird ihre Wildnis wie Eden und ihre Wüste wie den Garten des Herrn machen.“ Was für eine wunderbare Verheißung! Bitte den Herrn, dass Er das in deinem Leben erfüllt. Wenn du nicht bittest, wirst du es nicht bekommen. In Jakobus 4,1 heißt es: „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“ Bitte den Herrn, deine Wüste wieder in den Garten Eden zu verwandeln, wie Er es versprochen hat.

Die zweite Verheißung kommt aus Hesekiel 36,34-36: „Das verwüstete Land wird bewirtschaftet werden, statt eine Öde zu sein vor den Augen aller, die vorbeikommen. Sie werden sagen: ‚Dieses verwüstete Land ist wie der Garten Eden geworden.‘ Ich, der Herr, habe gesprochen und werde es tun.“ Das zeigt eine Ehe, die so schlecht ist, dass sogar Passanten ihren Zustand sehen können. Aber Gott sagt, dass Er selbst eine so kaputte Ehe wiederherstellen wird, und diejenigen, die sie als verwüstet angesehen haben, werden sagen, dass sie jetzt wie der Garten Eden geworden ist.

Nachdem du diese wunderbaren Verheißungen gelesen hast, ist es wichtig, daran zu denken, dass du die Wüste deiner Ehe nicht ohne die Hilfe des Heiligen Geistes in einen Garten verwandeln kannst – nicht durch Eheberatungstechniken oder durch das Lesen vieler Bücher, sondern nur durch die Hilfe des Heiligen Geistes. Gott hat uns Seinen Heiligen Geist verheissen in Hesekiel 36,26: „Ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich werde meinen Geist in euch legen.“ In 1. Mose 2,10 lesen wir, dass ein Fluss durch den Garten Eden floss. Dieser Fluss ist ein Bild für den Heiligen Geist, der durch die Mitte unseres Ehegartens fließt und alles frisch macht.

Wenn wir unsere Hilflosigkeit erkennen, unsere Wildnis wieder in einen Garten zu verwandeln, und wir Gott um Hilfe anrufen, wird Er uns helfen! In Psalm 127,1 heißt es: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Alle unsere Bemühungen, unsere Ehe wieder in einen Garten zu verwandeln, sind vergeblich, wenn der Herr uns nicht hilft. Und selbst wenn wir derzeit einen Garten haben, werden wir ihn nicht davor bewahren können, zu einer Wüste zu werden, wenn der Herr ihn nicht beschützt.

Wie sieht es heute in deiner Ehe aus? Ist sie eine Wüste? Hast du die Hoffnung aufgegeben, dass deine Ehe jemals wieder zu einem Garten werden kann? Sagst du: „Mit meinem Partner ist es unmöglich, einen Garten zu haben“? Genau das will der Teufel, dass du dies sagst. Aber wir dürfen niemals die Hoffnung aufgeben. Nachdem du nun Gottes Verheißungen der Wiederherstellung gesehen hast, beanspruche sie im Glauben für deine Ehe. In Hesekiel 36,37 heißt es: „So spricht der Herr: Ich werde warten, bis sie mich bitten, es für sie zu tun.“ Nur wenn wir Gott darum bitten, wird Er es für uns tun. Deshalb musst du zum Herrn kommen und sagen: „Herr, ich glaube, dass du das in meiner Ehe tun kannst! Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.“

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