Das Wort Gottes sagt, dass Ehemänner die Liebe Jesu zur Gemeinde als Vorbild dafür nehmen sollen, wie sie ihre Frauen lieben sollen (Epheser 5,25). Jeder Ehemann, der auch nur zu zehn Prozent aufrichtig ist, wird zugeben, dass es ein Leben lang dauert, diesem Vers zu gehorchen. Es gibt keinen Mann, der das erreicht hat. Das Traurige daran ist, dass die große Mehrheit der Gläubigen nicht einmal versucht, das zu erreichen. Wir werden dem Vers niemals gehorchen, wenn wir es nicht einmal versuchen. Das ist es, was die Bibel meint, wenn sie sagt: „Strebt nach Vollkommenheit.“ Ehemänner haben eine Pflicht: ihre Frauen so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Sie müssen in diesem Bereich nach Vollkommenheit streben, damit sie ihre Frauen jedes Jahr vollkommener lieben, so wie Christus die Gemeinde geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen.
Als Christus Versagen in der Gemeinde sah, wie hat Er dieses Versagen behoben? Nicht so, wie es die meisten Ehemänner tun. Die meisten Ehemänner versuchen, das Versagen ihrer Frauen mit harten, strengen Worten zu korrigieren, wie: „Du benimmst dich nicht richtig“ oder anderen, ebenso teuflischen Worten. Jesus tat das nicht. Als Er die Gemeinde makellos und ohne Falten, heilig und untadelig machen wollte, was tat Er? Er gab Sein Leben hin, um sie zu heiligen. Hast du jemals daran gedacht, das für deine Frau zu tun? Das ist Gottes Weg. Die ganze Menschheit ist verkehrt und geht den entgegengesetzten Weg. Wenn du Gottes Weg folgst, wird deine Ehe von gut zu ausgezeichnet werden. Wenn du als Ehemann einen Fehler bei deiner Frau siehst, musst du Jesus nachfolgen. Du solltest nicht das tun, was alle anderen Menschen um dich herum machen.
Das Schwierigste, was wir aufgeben müssen, ist unser Ego – diese Identität, die „Ich“ genannt wird – die wichtige Person, die auf dem Thron sitzt. Er ist sehr gekränkt und verletzt, wenn seine Frau die Dinge nicht so tut, wie es der König auf dem Thron erwartet. Das ist dein „Selbst“, das du aufgeben musst, um sie zu heiligen. Leider gibt es nur wenige Ehemänner, die daran interessiert sind, diesen Weg zu gehen. Wenn du diesen Weg nicht gehst, wird deine Ehe natürlich nur in eine Abwärtsspirale geraten. Aber wenn du wirklich daran interessiert bist, diesen Weg zu gehen, musst du danach streben, deine Frau zu lieben, und das ernst nehmen. Suche die Bedeutung von Liebe nicht im Wörterbuch. Suche die Bedeutung von Liebe vielmehr im Beispiel Christi – bereit zu sein, in deiner Beziehung so zu sterben, wie Christus es tat. Das ist unsere Berufung als Ehemänner.
Jesus ist unser Leiter, aber nicht in dem Sinne, wie die Welt Führung versteht. Weißt du, wo wir Jesus während Seiner letzten Tage auf Erden finden? Zu Füßen Seiner Braut, wie Er ihr die Füße wäscht. Mit anderen Worten: Wenn ein Ehemann den Gipfel der Vollkommenheit erreicht hat, findet man ihn zu Füßen seiner Frau, wo er ihr die Füße wäscht, ihr hilft und sie reinigt, um sie zu heiligen. Was bedeutet es, ihr die Füße zu waschen? Es bedeutet, die schmutzigen Arbeiten zu erledigen. Natürlich gibt es dumme Ehefrauen, die das ausnutzen und ihre Ehemänner herumkommandieren. Jesus war doch kein Fußabtreter, über den man einfach hinweggehen konnte, oder? Manche Frauen missverstehen es, wenn wir sagen, der Ehemann müsse seiner Frau die Füße waschen und die schmutzigen Arbeiten erledigen. Ihre Ehemänner enden dann als Diener, die alle möglichen seltsamen, schmutzigen Arbeiten verrichten. Das meine ich nicht. Jesus war kein Fußabtreter. Wenn du Jesus mit Seinen Jüngern zusammensitzen sehen würdest, gäbe es keinen Zweifel daran, wer der Leiter war. Es gab eine klar definierte Führungsrolle. Du hättest niemals gedacht, dass Petrus oder Matthäus der Leiter war. Das ist auch die Position, die Ehemänner einnehmen müssen. Es ist dieses feine Gleichgewicht zwischen Leiter und Diener, das wir von Jesus lernen müssen. Für diese Art von Führung brauchst du Weisheit, die nur der Herr geben kann, wenn du Ihn im Gebet darum bittest.
Jesus ist ein Hirte, der Seiner Herde vorangeht. Er tritt sie nicht von hinten. Jesus gab nicht viele Ermahnungen. Er war ein Vorbild, dem Seine Braut folgen sollte. Das muss ein Ehemann sein – ein Vorbild wie Jesus – ein Hirte, der seine Frau führt. Wenn deine Frau strauchelt, mein lieber Bruder, frag dich: „Führe ich mein Schaf, meine Frau, die Gott mir anvertraut hat, auf dem richtigen Weg?“ Hinter deiner Frau kommen andere kleine Lämmer – Kinder. Sie alle sind von einem einzigen Mann abhängig, dem Hirten. Wenn der Ehemann keine Selbstbeherrschung hat, wie kannst du dann erwarten, dass sich die Schafe und Lämmer verhalten? Wenn er nicht mit Furcht und Zittern an seinem eigenen Heil wirkt und wenn er Jesus nicht nachfolgt, in welche Richtung wird sich das Zuhause dann entwickeln? In die entgegengesetzte Richtung von dem, was Gott beabsichtigt hat, genau wie der Rest der Menschheit.
Wenn wir also wollen, dass eine Ehe von gut zu ausgezeichnet wird, brauchen wir Ehemänner, die diese Sache mit der Nachfolge Jesu ernst nehmen. Das muss sein Hobby sein, seine lebenslange Leidenschaft, ja sogar sein Vollzeitjob – nicht nur eine gelegentliche Sache, die er bei einer Gemeinde-Veranstaltung macht. Diese Art von Ehe ist für Jünger, nicht nur für die, die nach dem Tod in den Himmel kommen wollen.
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